Die Welt in Bewegung bringen

Der erste Monat auf der Expo 2020 in Dubai ist vorbei, inzwischen wurde die Aufgabe, die Welt in Bewegung zu bringen, bereits an die fünfte Crew übergeben. Bis Ende März 2022 werden insgesamt 35 Tanzlehrerinnen und Tanzlehrer des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes (ADTV) den Besuchern aus aller Welt das Kulturgut Tanzen im »Culture Lab« des Deutschen Pavillons näherbringen.

Unter Berücksichtigung der sechsmonatigen Laufzeit der Expo 2020 wurden 19 Unterrichtsteams gebildet, die jeweils aus zwei bis drei Personen bestehen und wöchentlich gewechselt werden. Neben versierten Tanzlehrenden sind auch zwei Auszubildende dabei, die schon vor Monaten durch ein internes Bewerbungsverfahren ermittelt wurden. Sie haben nun die Chance, sowohl Tanzen und aktuelle Tanztrends aus deutscher Sicht zu präsentieren, als auch Unterrichts- und Bühnen-Erfahrungen vor einem weltweiten Publikum zu sammeln. Eine ganz besondere Win-Win-Situation für die angehenden Tanzlehrerinnen und Tanzlehrer…

In den 181 Tagen der Weltausstellung werden im Schwerpunkt solche Tänze und Trends gezeigt, die mit dem Kulturverständnis des Gastgeberlandes harmonieren.

Darüber hinaus ist auch geplant, Einblicke in den Betrieb deutscher Tanzschulen in Echtzeit zu gewähren. Mithilfe von Liveschaltungen aus Dubai nach Deutschland wird dann über die Distanz von fast 5.000 Kilometern in beiden Richtungen Tanzen gezeigt und unterrichtet.

Verantwortlich für die Präsentation Deutschlands auf der „weltgrößten Show“ ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Das Ministerium vergibt die Organisation des Deutschen Pavillons an eine Durchführungsgesellschaft, die ihrerseits gemeinsam mit der »Arbeitsgemeinschaft Deutscher Pavillon Expo 2020 Dubai« den Pavillon entwirft, plant, baut und betreibt. Das Kulturprogramm »Culture Lab« verantwortet die Frankfurter Agentur »VOSS+FISCHER« zusammen mit dem Kultur- und Medienmanager Mike P. Heisel als Arbeitsgemeinschaft. Einer der Partner des Kulturprogramms ist der ADTV-Schwesterverband Swinging World, der nach Mailand 2015 und Astana 2017 (heute: Nur-Sultan) bereits zum dritten Mal mit der Organisation des Tanzprogramms betraut wurde.

Pandemiebedingt musste die Weltausstellung um ein gutes Jahr verschoben werden, jetzt glänzt sie umso mehr durch zahlreiche Superlative: Beeindruckende Ausstellungsgebäude der über 190 sich beteiligenden Nationen, faszinierende Technik und nicht zuletzt ein gigantisches Riesenrad, schätzungsweise doppelt so hoch wie das »London Eye«. Da kann man schon mal über die Schattenseiten wie bis zu 51° C Tagestemperatur, sehr schwankende, aber meist hohe Luftfeuchtigkeit oder Sandstürme hinwegsehen…

Impressionen aus Dubai